Angeln auf Zander in den Niederlanden

Besucht aus dem Süden steht vor der Tür und man möchte dem Besuch ja was bieten und gleichzeitig sein Hobby nicht vernachlässigen. Was macht man? Richtig, einen Ausflug in die Niederlande. So konnte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Bereits zwei Tage zuvor habe ich den Weg in die Niederlande gewagt und mir einen VISpas(für 35€) und ein paar Informationen dazu geholt. Und an diesem Wochenende war es dann soweit. Das erste mal Angeln in den Niederlanden. Da ich von einem Freund ein paar Stellen genannt bekommen habe, wusste ich auch direkt wo es hin geht.

Eine Stelle mit gutem Zander-Bestand sollte es sein. Schon auf dem Weg fällt die Masse an Flüssen und Kanälen auf. Holland ist ein Paradies für Angler und an jeder Ecke gibt es Kanäle, Flüsse und andere Gewässer zu bestaunen. Und mit den zahlreichen Möglichkeiten gab es auch zahlreiche Angler. Diese waren allerdings alle mit der Posen- oder Grundangelei beschäftigt und haben die Raubfische außer acht gelassen.

Der erste Holland Barsch
Der erste Holland Barsch

Direkt die erste Stelle sah ziemlich vielversprechend aus. Ein Kanal der durch eine Schleuse geteilt wurde. Und in der Nähe der Schleuse herrschte eine künstlich geschaffene starke Strömung. Ein tolles Gebiet für Zander und andere Raubfische. Mit den Balzer Shirasu Akiri Worm und anderen Gummifischen bewaffnet habe ich mein Glück versucht. Und das zu einer Zeit wo es brennend warm war und einem der Schweiß von der Stirn lief. Doch beißen wollte nichts. Erst mit meinem geliebten Herakles Wobbler konnte  ich einen ersten Barsch überlisten.

Mehr wollte an dieser Stelle auch nicht beißen. Also haben wir uns mit einigen Niederländischen Anglern unterhalten, dabei den ein oder anderen Tipp erhalten und tolle Gespräche geführt. Einer dieser Angler, selber sehr oft auf Karpfen los, hat mir eine seiner liebsten Stellen verraten und mich förmlich darum gebeten diese von den Hechten – laut ihm eine Plage dort – zu befreien. Zu oft wurde ihm schon die ein oder andere schöne Schleier beim landen weggeschnappt. Also nichts lieber als das und hin zur besagten Stelle. Ein Kanal in sehr idyllisch gelegener Gegend, teils stark mit Bäumen bewachsen und vor allem vielen Seerosen. Eigentlich ein perfektes Gewässer. Und gerade bei näherer Betrachtung konnte man erkennen, dass dort alles voller Brutfischen war. Vor allem war die Brut teils nur einen cm groß, recht ungewöhnlich für diese Zeit. Doch auch hier wollte nichts beißen und an anderen, besser aussehenden Stellen war dann auch alles voll mit anderen Anglern. Also kein Platz für uns und wir haben uns auf dem Rückweg gemacht. Zu warm war es. Also einen anderen Tag wieder kommen.

Das erste Zanderchen
Das erste Zanderchen

Dieser Tag hat auch nicht lange auf sich warten lassen. Bereits 2 Tage später sind wir erneut in die Niederlande gefahren. Dieses mal aber vom späten Nachmittag bis zum frühen Abend. Erneut haben wir die Schleuse angesteuert und unser Glück mit den Gummifischen probiert. Mit der Faulenzer Methode und einem 7cm Köder mit 7,5g Jighead wurde alles abgesucht. Und es hat nicht lange gedauert, da hat sich die Schnur in der Absinkphase gestraft. Kurz angeschlagen und mein erster Zander des Lebens konnte gelandet werden. Man dürfte wohl eher “Zanderchen” sagen.

Zander auf der Abhakmatte messen
Zander auf der Abhakmatte messen

Aber es hat klappt. Und der erste Fisch ist wie immer ein ganz besonderes Gefühl.

Jetzt habe ich erst recht Blut geleckt und direkt die Rute wieder ausgeworfen. Nur wenige Würfe später knallt es erneut in der Rute. BISS! Ein schneller Anschlag und der Fisch sitzt. Es war zwar kaum Aktion zu bemerken, allerdings konnte man das Gewicht in der Rute gut spüren und kurz vor dem Kescher wollte der Fisch noch einmal richtig abziehen. Nach kurzem Drill konnte ich meinen zweiten Zander landen. Mit 48cm ist der Zander zwar kein Pracht-Exemplar, hatte allerdings doch eine nette Größe und war für mich ein tolles Erlebnis.

Zander mit komischer Rückenflosse
Zander mit kaputter Rückenflosse

Auch bei den nächsten Würfen hat sich noch einiges getan. So konnte auch der nächste Biss direkt verwandelt werden und ein weitere Zander zum Landgang überredet werden. Dieses mal zwar kein schöner Zander (man beachte die kaputte Rückenflosse), dafür allerdings der Kampfstärkste des Tages. Ein netter Drill.

Nach diesen 3 Zandern war dann allerdings auch Schluss für heute. Es gab noch so einige und teils harte Bisse, ehe dann für eine ganze Weile Ruhe war. Doch wirklich gesessen hat keiner der anschließenden Fische.

Am Ende waren es zwei wunderbare Tage in den Niederlanden. Wir haben viel vom Land gesehen, tolle Gespräche mit den Mitbürgern geführt und lecker essen gehabt. Ich konnte dabei meinen ersten (zweite und dritten) Zander des Lebens fangen und endlich auch Erfolge beim Jiggen sammeln.

Niederlande, ich komme wieder.

Der größte Zander des Tages
ersterZander
Zander

Zander

Größe: 48cm

Gewicht: nicht gemessen/schwimmt wieder

Gewässer: Kanal in den Niederlanden

Köder: Balzer Shirasu Akiri Worm mit 7,5g Jighead

4 Gedanken zu „Angeln auf Zander in den Niederlanden

  • Pingback: RL-Pic Thread - 165 - Forumla.de

  • Pingback: Produkttest: Die Lieblingsköder Gummiköder im Test | Angeln mit Stil

  • 9. Juni 2020 um 15:38
    Permalink

    Moin,

    komme aus Lingen und wollte Freitag mit meinem 10 jährigen Sohn nach Holland auf Zander und Barsch.

    Kannst du mir ne gute Stelle in der Nähe von Lingen nennen? Wäre echt toll. Mein Sohn will endlich seinen ersten Zander verhaften.

    Liebe Grüße aus Linge

    Antwort
    • 9. Juni 2020 um 15:43
      Permalink

      Hallo Evgenij,

      ich hatte dir schon unter deinem anderen Kommentar geantwortet.
      Folgendes habe ich geschrieben:

      Hallo, wir geben grundsätzlich keine Infos über Gewässer und Regionen, weil wir aktuell fast täglich danach gefragt werden. Würden wir jetzt die Infos mitgeben, würden die Leute alle an dieselben Stellen rennen und damit die Spots überrennen, was für bestimmte Gewässer und Spots eine große Belastung sein kann. Da haben wir auch ein wenig Verantwortung zu tragen. Gerne aber, sofern es die Zeit zulässt und die Einstellung stimmt (Raubfische gehören in den Niederlanden zurückgesetzt), gehe ich auch mit Leuten angeln um ein paar Kniffe zu zeigen.

      Viel mehr ist es uns wichtig, Tipps zu geben, wie man die Fische dort fängt. Und aktuell kann ich dir nur dazu raten, Schatten und Strömungen aufzusuchen. Entweder Wehre, Pumpwerke und vor allem Brücken, in dessen Schatten ihr die Köder am besten platziert.

      Schaue dir am besten Mal folgende Folge an, da erklären wir wie man am besten dort an Fisch kommt.
      https://youtu.be/eJx3g-11kKI

      Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.