Dennis Knoll
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Angeltag 127: Von Hängern, Hechten, PB’s die keine sind und neuen Zielen

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Der Sunny von Lieblingsköder hat diesem Hecht geschmeckt

Der Sunny von Lieblingsköder hat diesem Hecht geschmeckt

Seit meinem letzten Eintrag sind schon ein paar Tage vergangen. Zuletzt habe ich noch von meinem neuen PB Zander berichtet. Doch ganz untätig bin ich in dieser Zeit nicht gewesen. Ich bin weiterhin jeden Tag am Wasser, sammele Erfahrungen und mache mir Notizen für die kommenden Produkt-Tests der Roller Shad Gummifische und der Lieblingsköder.

Allerdings sind die letzten Wochen an meinem Gewässer sehr träge gelaufen. Die Fische sind Beiß-Faul, Zander so gut wie gar nicht an den Haken zu bekommen und selbst die Hechte lassen sich nur sehr schwer überreden. Lediglich ein Zander auf einem selbst-gebauten Köder und 2 Hechte haben sich an Band bringen lassen. Ich schätze das der permanente Wetterumschwung uns Anglern das fangen erschwert. Vor allem am Wochenende, sogar jetzt im November, haben wir sonniges T-Shirt Wetter.

Tour in den Niederlanden

3 Spinner auf einem Bild (Der Angler dürfte den Wortwitz verstehen ;) )

3 Spinner auf einem Bild (Der Angler dürfte den Wortwitz verstehen 😉 )

Das letzte Wochenende war eigentlich eines dieser Wochenenden, die man am liebsten aus seinen Gedanken streichen möchte. Dominiert von Missgeschicken und Pech. Freitags habe ich im Stau verbracht und die Angel-Tour am Samstag, meine ersten Erfahrungen in Dortmund am Hafen, waren auch alles andere als schön. Meine zur Reparatur eingeschickte Shimano Stradic Rolle habe ich am Freitag wieder bekommen und mich schon gefreut, diese in Dortmund zum Einsatz zu bringen. Fehlanzeige: Die Rolle ist genauso kaputt wie zuvor und der Kontakt zum Fisch kaum zu spüren. Als würde man durchweg einen Hänger fischen. Ich habe es 2 – 3 Stunden versucht und dann aufgegeben.

Aber was wäre ein besch…eidenes Wochenende ohne einen grandiosen Abschluss? Relativ spontan beschlossen, ging es mit einem Freund in die Niederlande zum angeln. Steven hat sich vor kurzem den VISPas geholt und möchte in Zukunft hin und wieder mit mir auf Tour gehen. Der Sonntag stand also ganz im Zeichen des Spinnfischens in den Niederlanden.

Einer der besonderen Vorteile beim Angeln in Holland: Man kann spontan los fahren und einfach an Stellen halten, die vielversprechend aussehen. Man ist ungezwungen am Wasser unterwegs, hat optimaler-weise das Handy aus und genießt eine spannende und stressfreie Tour. Dazu gab es sonniges T-Shirt Wetter zum wohlfühlen.

Was will man also mehr? Genau! Fische an Band bringen.

Eine der zuerst angefahrenen Stellen war ein Kanal-Abschnitt, der in einen Hafen mündete und wo ein Brücke war. Eine perfekte Stelle um den Raubfischen nachzustellen. Während ich an und unter der Brücke am angeln war, hat Steven sich an der Kreuzung vom Kanal zum Hafen aufgehalten. Schon nach kurzer Zeit konnte ich Steven ganz aufgeregt rufen hören: „Dennis, komm schnell mit dem Kescher. Ich habe ein Fisch an der Angel…… MIST, ich hatte einen Fisch an der Angel„. Da hatte Steven seinen ersten Fisch, einen c.a. 40cm großen Hecht an der Angel und war noch ganz aufgeregt. Jetzt hatte Steven Blut geleckt und war verbissen hinter seinem ersten Fisch her. Doch leider hat dieser sich nicht erneut zum Anbiss überreden lassen und wir haben die Stelle gewechselt.

Ein kräftiger 80cm Hecht

Ein kräftiger 80cm Hecht

Eine andere Stelle war nahe einer Stadt zu finden. Der Kanal hatte auch hier zwei Abzweigungen, zwei Brücken und teilweise gemauerte Wände und wies damit viele Strukturen auf. Doch hier blieb es erst ohne jegliche Fischkontakte. Selbst die Würfe unter die Brücken haben bis auf einen Hänger, nichts gebracht. Kurz bevor wir fahren wollten, sagte ich noch zu Steven aus Spaß „Ey Steven, ich fange dir mal eben den Hecht vor der Nase weg“ und habe meinen Köder an ihm vorbei auf seinen Platz geworfen. Nach wenigen Kurbeldrehungen hatte ich einen Hänger und nichts ging mehr. Durch langsames und vorsichtige Pumpen konnte ich feststellen das etwas mit hoch kommt. Es fühlte sich wie ein großer Ast an und um einen Abriss zu vermeiden, habe ich den Ast Stück für Stück zu mir hin gepumpt. Ich sagte noch zu Steven „Meine Fresse, was da wohl für ein Ast zum Vorschein kommt?“ und erschrecke mich im selben Moment. Ein kurzes schlagen war in der Rute zu merken als sich der Hänger auf einmal als ein kräftiger  Fisch herausstellte. Schnell war Steven mit dem Kescher zur Stelle und als der Fisch auf einmal sein Gesicht zeigte, ist Steven erst einmal zurückgeschreckt das ein solcher Klopper da am Band ist. Der Fisch hat noch so einige Fluchten genommen und die Rolle richtig zum surren gebracht, ehe der Hecht sicher im Kescher gelandet werden konnte. Ich war mir sicher, das ist mein neuer PB Rekord und ein Hecht mit solcher Kraft hat mindesten 90cm. Als wir den Fisch dann auf der feuchten Abhackmatte vermessen haben, war ich doch ein wenig verwundert das es nur 80cm waren. Genau wie der letzte PB Hecht waren es genau 80cm. Nicht 79cm oder 81cm, es waren wieder einmal exakt 80cm. Nach einem kurzen Foto wurde der Fisch dann schnell wieder in seinem Element entlassen.

Dieses Ausnahme-Exemplar durfte mit

Dieses Ausnahme-Exemplar durfte mit

Anschließend sind wir noch weiter durch Holland gefahren und haben mal hier an einer Brücke und mal dort am Kanal gehalten. Erst an der letzten Stelle an einer Schleuse gab es einen weiteren Biss, der sich dann erneut als Hänger herausgestellt hat. Leider war es dieses mal kein Fisch, dafür aber ein gut genährter Maurerkübel der dem Wasser entnommen worden ist. 😀 Ein bisschen Spaß muss auch sein.

Als es so langsam dunkel wurde, haben wir uns auf den Rückweg gemacht. Wir hatten einen tollen Tag am Wasser verbracht und ich konnte meinen bisher größten Fisch… äh schwersten Fisch landen.

Projekt Steven

Wenn eines für mich beim Angeln wichtig ist, dann ist es ein Ziel vor Augen zu haben. Neben der Metermarke beim Hecht, größeren Zandern und anderem haben ich nun ein neues Ziel.

Ich habe mir vorgenommen Steven in die Welt des Angeln einzuführen und mit ihm sein erstes Ziel, einen ersten Raubfisch zu fangen, zu erfüllen. Ich werde ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen und sicherlich den ein oder anderen tollen Tag am Wasser verbringen. Und wer weiß, vielleicht ist er ja auch schon im nächsten Jahr ein Teil von Angeln mit Stil und schreibt selbst Berichte? Man weiß es nicht. Fakt ist aber das Steven Blut geleckt hat und noch am selben Abend eine SMS auf meinem Handy leuchtete, das er SOFORT wieder ans Wasser will.

Ist angeln nicht etwas wundervolles?

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