Jean Fertig
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Tipps für Fangfotos

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All zu oft kommt es vor, dass man zwar einen tollen Fang gemacht hat, allerdings später bemerkt, dass jedes gemachte Foto unbrauchbar oder schlicht nicht „schön“ ist.
Das zu vermeiden ist sehr einfach, wenn man einige Tipps berücksichtigt:

Zu aller erst einmal sollte man darauf achten, dass der Fisch nicht blutverschmiert oder z.B. voller Blätter ist. Auch ist das Foto zu Hause auf dem Balkon, am besten noch mit Kippe und Bier, ein absolutes No-Go!

Wenn man ein Fangbild eines Fisches aufnehmen möchte, der zuhause in der Pfanne oder im Kochtopf landen soll, hat man zwar theoretisch alle Zeit der Welt für das Bild, in der Praxis sollte man aber so schnell wie möglich nach dem Tod des Fisches fotografieren. Denn je länger man wartet, desto mehr verliert der Fisch an Farbenpracht. Gerade bei Barschen oder Hechten ist dieser „Farbverlust“ nach dem Tod sehr deutlich ausgeprägt.

Auch bei der Wahl des Hintergrundes sollte man aufpassen. Natürlich macht sich ein Fangbild mit Wasser im Hintergrund immer gut – allerdings verrät man so erstens seine Stellen, und zweitens hat man oft mit den Lichtverhältnissen zu kämpfen. Einfacher ist es, man sucht sich ein Gebüsch, (sofern vorhanden) und nutzt dieses als Hintergrund.

Das magische Dreieck für das perfekte Foto

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Möchte man den Fang nun möglichst in seiner echten Größe präsentieren, so wird er nah am Körper gehalten. Möchte man stattdessen den Fisch größer erscheinen lassen, oder in den Vordergrund rücken, wird er weiter vom Körper weg gehalten.
Dabei ist jedoch Vorsicht geboten!
Die Arme möglichst hinter dem Fisch verstecken und aufpassen, dass man die Finger unter dem Fisch behält, und nicht davor. Es gibt wenig lächerlicheres, als ein Angler mit Fingern wie Fleischwürste 😉

Nimmt man die „Kackstellung“ ein, dann sollte man darauf achten, dass der Fisch diese überdeckt, bzw. diese nicht das Bild dominiert!

Kommen wir zu den Aufgaben des Fotografen:
Er hat darauf zu achten, dass das Verhältnis des Fang+Fängers und der Umgebung stimmt. Die schönste Fischpräsentation bringt nichts, wenn der Kopf des Petrijüngers abgeschnitten ist. Leider hat man nicht immer den Starfotografen dabei, doch selbst zufällig vorbeikommende Spaziergänger machen mit der nötigen, kurzen Einweisung gute Bilder.

Der wichtigste Hinweis hierbei ist „Das magische Dreieck“.
Der Kopf des Fisches, der Kopf des Fängers und der Schwanz des Fisches müssen möglichst ein gleichseitiges Dreieck bilden. Dabei sind die Ecken des Dreiecks auch gleichzeitig der Rand des Bildes.
Achtung dabei jedoch: Gerne werden hier Brust oder Bauchflossen abgeschnitten!

Mit etwas Erfahrung lassen sich auch tolle Bilder machen

Mit etwas Erfahrung lassen sich auch tolle Bilder machen

Hat man als „Fischfotograf“ ein wenig mehr Übung, kann man durchaus experimentieren.
So zum Beispiel dem Fisch frontal ins Maul fotografieren, oder schräg von hinten.

Entscheidet man sich für die Maulmethode, ist darauf zu achten, dass das Maul im Bildmittelpunkt liegt und der Fänger zumindest teilweise auf dem Bild ist. Bei dieser Art Foto liegt der Fokus ganz deutlich auf dem Kopf des Fisches

Oftmals hat man aber das Problem, dass man, gerade als Spinnfischer, alleine unterwegs ist.
Der Trend zu ‚“Fischselfies“ ist immer öfter zu beobachten, ich allerdings rate davon ab. Bis man mit dieser Methode ein ordentliches Foto erstellt hat, dauert es Ewigkeiten, die nicht sein müssen. Oftmals verwackelt man, man schneidet Flossen ab, oder der Fisch wirkt unnatürlich.

Die einfachste Methode

Die einfachste Methode

Viel einfacher ist es, den Fisch neben die Rute, unterhalb der Rolle zu legen. So wird die Größe deutlich, und man hat nicht nur einen Fisch ohne Bezugsobjekte auf dem Bild. Gerne darf hier auch noch der Köder im Maul sein

Wer diese einfachen Tipps befolgt, wird in Zukunft keine Probleme mehr haben, seine (Traum)fänge auf Bild zu bannen. Dennoch ist auch beim Halten des Fisches und beim fotografieren viel Übung nötig.
Karpfen sind hier ideale Übungspartner. Sie halten (meistens) sehr still, bieten die perfekten „Griffpunkte“ und bringen keine Gefahr mit sich, wie sie z.B. die Stacheln des Barsches sind.

Wenn man die Fänge bei Fangbildern gerne nach vorne hält, sollte man aber dennoch ehrlich mit den Angaben sein. Denn geübte Augen werden den Schwindel schnell enttarnen, und dann wird es erst recht peinlich.

Auf das Dennis diese Tipps verinnerlicht 😉

2 Comments

on “Tipps für Fangfotos
2 Comments on “Tipps für Fangfotos
  1. Da sind schon gute Tipps dabei. Beim letzten Bild (Barsch) würde ich noch auf die richtige Position achten wegen dem Lichteinfall. Die Unterseite wirkt unnatürlich weiss, was immer sehr unschön aussieht. Auch die Farbtemperatur würde ich bearbeiten (starker Blaustich) und den Focus auf den Fisch legen (der obere Bereich des Bildes ist scharf, der untere Bereich unscharf)

    LG

    • Hey Daniel,
      Danke fürs Feedback.
      Bei „wichtigen“ Fotos achte ich da natürlich auch drauf.
      Wenn es aber nur schnell mal zum hochladen z.B. auf Facebook sein soll dann ist das m.M.n. unwichtig, auch wird da nichts nachbearbeitet. Dennoch wesentlich schöner als ein Selfie, finde ich.

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