Produkttest: Die Quantum Zanderkant 2,65m 15-90g Spinnrute im Test

Als aktiver Spinnfischer ist man immer auf der Suche nach der perfekten Angelrute. Wer dem Zander aktiv nachstellt hat oft ganz besondere Anforderungen. Guter Kontakt zum Köder, feine Bisserkennung und eine pfeilschnelle Verwertung des Anschlags sind einige der wichtigsten Aspekte einer guten Zander-Rute. Eine solche Rute soll die Quantum Zanderkant von Sebastian Hänel und Philipp Feist sein. Ob der Stock hält was er verspricht?

In der Vergangenheit habe ich einige Ruten für meine Angelei auf Hecht, Zander und Barsch im Sortiment gehabt. Von der relativen weichen Cormoran Black Star SensiControl M73 über der mittleren Abu Garcia Vendetta bis hin zur sehr straffen Shimano Technium DF CX Spinning 270 H habe ich viele Erfahrungen gesammelt. Gerade in letzter Zeit hat sich die sehr straffe Shimano Technium als optimale Rute für die Zanderangelei durchgesetzt und steht nun der neuen Quantum Zanderkant gegenüber.

Sehr robuster Spitzenring
Sehr robuster Spitzenring

Rein optisch gesehen macht die Quantum Zanderkant einen edlen und sehr schicken Eindruck. Die Rute kommt in einem feinen Futteral daher und hat eine Transportlänge von 1,37m. Zusammengebaut hat der Stock eine Gesamtlänge von 2,65m und ist damit optimal für kleine bis größere Gewässer gewappnet.

Auf dem zweiten Blick fallen dabei einige Besonderheiten ins Auge. Der Spitzenring weicht dabei stark von anderen Ruten ab. Eine robustere und auf beiden Seiten überlappende Form sorgt für mehr Sicherheit und schont die Schnur. Als ein sehr simples aber sinnvolles Feature sehe ich die Hakenöse. Anders als bei den meisten Ruten kann der Köder seitlich von der Rute eingehängt werden. Auch beim Korkgriff hat man sich genauere Gedanken gemacht. Der mit dem edlen Schriftzug verzierte Griff ist bis zum Abschluss vollkommen mit Kork ummantelt. Gerade für Buhnenangler ein sehr sinnvolles Feature, da die Rute nicht selten bei der Landung des Fisches in die Steinschüttungen gesteckt wird. Der Kork schützt die Rute und man kann sich voll und ganz auf die Landung (und den Release/die Entnahme) des Fisches konzentrieren.

Ein straffer Blank garantiert eine pfeilschnelle verwertung der Absinkbisse
Ein straffer Blank garantiert eine pfeilschnelle Verwertung der Absinkbisse

Aber kommen wir zum wichtigsten Teil des Testberichts: Wie schlägt sich die Angelrute in der Praxis? Schon beim ersten Griff fallen der besonders straffe Blank und die steife Spitze deutlich auf. Dies garantiert ein pfeilschnelles verwerten der Absinkbisse und hat sich in der Praxis als sehr Hilfreich erwiesen. Dadurch wird ein sicherer Anschlag auch bei weiter Entfernung garantiert und den Räuber sich an Band gebracht. Potentielle Fehlbissen sollten sich dabei auf ein Minimum reduzieren.

Am meisten kann die Zanderkant aber beim Köderkontakt punkten. Der kurze Vordergriff erlaubt den direkten Fingerkontakt zum Blank und auch so liefert die Rute jeden noch so sensiblen Fisch- und Bodenkontakt an mich weiter. Vor allem bei Bissen und Hindernissen fühlt es sich oft wie ein zuckender Stromschlag an. Das lässt auch den müdesten Angler aktiv werden. Nicht selten konnte ich dadurch potentielle Hänger vorbeugen oder bei vorsichtigen Bissen blitzschnell reagieren.

Mit einem Wurfgewicht von 15 – 90g lassen sich auch etwas schwerere Köder fischen und erlauben viel Spielraum. Das macht auch die Angelei auf Hecht für mich attraktiv. Die Wurfeigenschaft ist sehr präzise und erlaubt weite Würfe. Lediglich beim Fischen mit kleineren Gewichten von 7g und weniger verliert die Rute ein wenig an Präzision. Das fällt allerdings nur bei sehr Zielgenauen Würfen auf und lässt sich mit ein wenig Übung prima ausgleichen.

stolzer Besitzer der Quatum Zanderkant
Stolzer Besitzer der Quantum Zanderkant

Fazit:

Die Quantum Zanderkant ist für mich die perfekte Angelrute für die Angelei auf Zander und übertrifft dabei meinen Erwartungen. Vor allem die kleinen aber wertvolles Features wie den Spitzenring, der seitlichen Hakenöse und dem kurzen Vordergriff zeigen wie viel Leidenschaft Sebastian Hänel und Philipp Feist in die Entwicklung der Zanderpeitsche gesteckt haben. Die sensible Bisserkennung und der direkte Köderkontakt schaffen ein starkes Vertrauen zum Tackle. Mit einem Preis von ungefähr 130€ bewegen wir uns im mittleren Preissegment. Beim Preis-/Leistungsverhältnis haben wir es aber mit der Spitzenklasse zu tun. Die Zanderkant bereitet viel Freude und macht mächtig Spaß beim Angeln. Ich bin sehr stolz noch eine Rute der ersten und mittlerweile ausverkauften Lieferung erhalten zu haben. Für jeden Zander-Jäger das Nonplusultra. Absolute Kaufempfehlung!

Quantum Zanderkant 2,65m 15-90g Spinnrute im Detail
Quantum Zanderkant
Quantum Zanderkant
  • Länge: 2,65m
  • 15 – 90g Wurfgewicht
  • Transportlänge: 1,37m
  • Gewicht: 230g
  • besonders steife Spitze für pfeilschnelles verwerten von Absinkbissen
  • ultra direkt für bessere Bisserkennung
  • reduziert Hänger durch unverzögerte Reaktion beim Anstarten des Köders
  • spezielle Hakenöse zum Einhängen des Köders am Leitring
  • besonders kurzer Vordergriff
  • 8 eng anliegende Ringe (Spitzenring überlappend mit beidseitiger Schnurabweisung)
  • Vollkork mit Korkabschluss zum einstecken der Rute in Steinschüttungen

Mehr über Zanderkant

Zanderkant im Web: http://shop.zanderkant.de/produkt/zanderkant-rute/
Zanderkant bei Facebook: www.facebook.com/pages/Zanderkant/564259490375245
Sebastian Hänel bei Facebook: www.facebook.com/pages/Sebastian-Hänel-Official/433308193445805
Kaufen bei Amazon: Quantum Zanderkant

13 Gedanken zu „Produkttest: Die Quantum Zanderkant 2,65m 15-90g Spinnrute im Test

  • 29. Januar 2015 um 17:46
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    Guter Bericht, mir fehlen aber noch Angaben, wie sich die Gewichtsverteilung verhält.
    Es wäre schön wenn was zur Aktion gesagt wird. Ist sie eher straff und hat nur eine Spitzenaktion? Oder neigt sie sich bei Belastung auch etwas tiefer?

    Antwort
    • 9. Februar 2020 um 14:24
      Permalink

      Ich finde es immer wieder bemerkenswert, was ich für Kommentare lese.

      Sebastian hänel und Phillip feist, sind einer mit der besten zanderangler die das Land hat.

      Ich glaube wohl kaum, dass diese Rute eine Frechheit ist.
      Eher finde ich es eine Frechheit, solche Kommentare zu lesen.

      Anscheinend hast du wohl keine Ahnung worauf es beim Zanderangeln ankommt, wenn es um verwertung der Bisse kommt.

      Sorry aber für mich sind deine Aussagen einfach nur frech.

      Antwort
  • 30. Januar 2015 um 15:06
    Permalink

    Mir fehlen hier leider die wichtigsten Aspekte, welche Köderbereiche wurden im Stil/Fließgewässer getestet. Ringeinlagen/Ringe von welchem Hersteller. Welche Aktion besitzt die Rute.

    Grüße

    Antwort
  • 23. Mai 2016 um 22:25
    Permalink

    Günstiger gibt es die Rutenaktion im Baumarkt . Ein Bambusstock hat eine ähnliche , an einen Besenstiel erinnernde Aktion . – Eine Frechheit so , etwas auf den
    Markt zu bringen

    Antwort
  • 1. Juni 2016 um 8:48
    Permalink

    Hallo Ulf Müller,

    nicht jedem Angler gefällt jede Rute, keine Frage. Und gerade die Zanderkant ist mehr als speziell. Aber es als Frechheit zu bezeichnen finde ich schon ein wenig daneben.
    Die Rute trifft nicht deinen Geschmack und passt vermutlich nicht zu deiner Angelei. Das muss aber nicht auf andere Angler zutreffen.

    Auch heute noch verwende ich die Rute relativ häufig und sie gehört zu meinen zwei Ruten, die ich regelmäßig beim Spinnfischen verwende.

    Antwort
  • 19. Juni 2016 um 1:08
    Permalink

    Fische die zanderkant seit einen Jahr und bin mehr als zufrieden eine direkte, super schnelle Rute mit der man gut ausdauernd fischen kann!nehme sie auch gerne zum Hechtangeln mit grossen Ködern wahlweise auch mit jerks!wie schon gesagt diese Rute gefällt nicht jeden aber ich liebe sie!bei jeden Drill kann man sich auf die Reserven und das ruckartig der Rute verlassen denn mit grossen fischen spielt man nicht

    Antwort
  • 20. Oktober 2016 um 7:10
    Permalink

    Stimme Ulf Müller komplett zu. Es ist ne Frechheit diese Rute in der heutigen Zeit bei dem guten carbon ect als zanderrute zu bezeichnen.
    Das ist ne schwere Hechtrute die man auch zum leichten Wels angeln nehmen kann. Aber definitiv Keine Zanderrute.

    Antwort
    • 3. Februar 2020 um 10:37
      Permalink

      Stimmt so nicht.
      Sebastian wird dich schon seine Gedanken gemacht haben.
      Und der Erfolg gibt ihm ja Recht.

      Antwort
  • 20. Oktober 2016 um 9:46
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    Zum Glück haben wir in der heutigen Zeit die Auswahl, bei der jeder Angler seine Vorlieben fischen kann. Diese Rute hat seine Daseinsberechtigung, sie sollte nur eben auch zu dem jeweiligen Gewässer und Bedürfnissen passen.

    Gleich von wegen “Frechheit” zu jammern, finde ich da sehr unpassend. Aber natürlich jeder, wie er möchte 😉

    Antwort
  • 19. November 2016 um 9:39
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    Moin!
    Ein Knüppel der Funktioniert.
    Wer es feiner mag,der sollte es feiner nehmen.
    Jedenfalls geht bei der Rute jeder Anhieb ins schwarze.
    Das trifft bei vielen anderen Ruten nicht zu.

    Antwort
  • 13. Januar 2017 um 23:11
    Permalink

    Wer fängt hat recht! Ist halt ein Knüppel und nichts für Softies. Der Hänel hat sich schon was dabei gedacht!

    Antwort
  • Pingback: Bullseye JIG WHIP 2.55 20-50g im Test | Angeln mit Stil

  • 25. März 2020 um 10:48
    Permalink

    In Corona Zeiten. Geschäftlich mag ich gar nicht über die Situation nachdenken. All die Kurse die mir ausfallen, keine Kurse keine verkaufte Ausrüstung! Schlimmer, der Flug mit meiner Frau nach Whitehorse, Yukon, im July. Wird wohl nichts. Der Flug nach Britisch Kolumbien, Kanada, ende September, schaun wir mal.
    Gestern war ich ganz allein mit der Fliegenrute an der Wiesent unterwegs, ein Highlight! Nutzen wir die Möglichkeiten, die im Moment noch gehen.

    Viele Grüße und Petri Heil an alle, lG Wolfgang

    Antwort

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