Jean Fertig
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Boiliefreund?

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Eine meiner aktiven "Wallerstellen". Durch die Fütterung sind hier tagsüber kapitale Friedfische zu fangen.

Eine meiner aktiven „Wallerstellen“. Durch die Fütterung sind hier tagsüber kapitale Friedfische zu fangen.

Langsam geht es Richtung Sommer. Laue Nächte mit Freunden am Wasser und hoffentlich einem Waller an der Rute – so sieht für mich das ideale Wochenende aus. Bevor es aber auf Waller gehen kann, braucht man erstmal die passenden Köder. Für mich sind das Weißfische von rund 30cm Länge. Denn damit schließt man sich auch große Hechte und unter Umständen sogar kapitale Zander beim Wallerangeln nicht aus. Da der Köderfischfang mit einer Feederrute aber schon besonderer Aufmerksamkeit bedarf, nutze ich meine zweite erlaubte Rute mit einer Selbsthakmontage. An diese Rute verirren sich immer wieder Karpfen, große Brassen, Alande, Döbel, Barben und mitunter sogar sehr kapitale Rotaugen.

Ein Räuber ist da zu fangen, wo er auch seine Beute findet.
Deswegen halte ich meine Wallerstellen den ganzen Sommer über mit Friedfischfütterungen aktiv. Je nach Möglichkeit versuche ich täglich einen Mix aus Partikeln, einigen Halibutpellets und wenigen Boilies anzubieten. Den Großteil machen die Partikel aus, mit denen ich auch am liebsten fische, da sie sehr günstig zu beschaffen sind und meiner Meinung nach nicht schlechter fangen als z.b. Boilies. Durch die Boilies und Pellets versuche ich auch einige größere Fische wie z.b. Karpfen aktiv am Platz zu halten.
Schließlich lässt sich mit diesen Ködern einfach wesentlich selektiver Angeln als mit einzelnen Maiskörnern.

Jeder, der schon einmal in einem größeren Angelladen vor dem Futterregal stand weiß aber, dass es mehr Boiliehersteller als Karpfen im Main gibt. Von hochqualitativen Produkten bis zum „Abfallverarbeiter“ ist alles vertreten.
Eins haben aber alle Boilies gemeinsam: Sie sind immer teurer als eine vergleichbare Menge Partikel. Dennoch gibt es Situationen, in denen Boilies mitunter konkurrenzlos sind. Wenn man beispielsweise einen Trupp kleine Brassen am Platz hat. Oder man nicht morgens aufwachen möchte, nur um festzustellen, dass der Köder geklaut wurde.
Aber welche Murmel kann man bedenkenlos empfehlen?

Auch wir bekommen Testprodukte nicht hinterhergeworfen.

Auch wir bekommen Testprodukte nicht hinterhergeworfen.

Um diese Frage zu klären habe ich 21 verschiedenen Boilieherstellern eine individualisierte Email geschrieben.

Die E-Mails wurden an die im Impressum angegebenen E-Mail-Adressen versendet, um sicher zu gehen, dass diese gelesen werden.

Die schnellste Antwort kam nur 30 Minuten nach der Anfrage, die langsamste rund 24 Stunden.
Antworten erhielt ich von:

RL-Baits

Cockbaits

Finkelde intelligent Tackle & Baits

– Bait-Service-Straubing

Kautz Boilies

 

Von allen Anderen, mitunter großen, namhaften Herstellern erhielt ich nicht einmal eine Antwort. Darüber war ich verwundert.
Gerade die größeren Firmen bekommen zwar unzählige Testanfragen von mehr oder weniger seriösen Firmen, Websites, Magazinen und sogenannten „Karpfenteams“. Dennoch sollte zumindest eine Absage zum guten Ton gehören.

unte Mischung des Kautzschen` Produktprogramms

Bunte Mischung des Kautzschen` Produktprogramms

Bernd Hahne, Inhaber von Cockbaits, lobte „Angeln mit Stil“, zeigte sich äußerst großzügig und schickte mir einige KG seiner „Cockitas“ kostenfrei. Für mich ein deutliches Zeichen dafür, dass Bernd hinter seinen Produkten steht! Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal.

Aus gutem Grund extra einvakuumiert - Monster Meat Flavour

Aus gutem Grund extra einvakuumiert – Monster Meat Flavour

 

 

 

 

 

 

 

 

Sehr erfreut war ich auch darüber, dass ich mit Markus Kautz, dem Geschäftsführer von Kautz Boilies einig werden konnte.

Das könnte unter Anderem daran gelegen haben, dass sowohl Markus, wie auch ich, sich über schöne Beifänge wie z.b. kapitale Döbel beim Karpfenangeln freuen (Sofern sich diese nicht nachts um 3 bei Schneeregen und Minusgraden an den Haken verirren).
In einem Blitzversand von nur einem Tag erhielt ich eine bunte Mischung verschiedenster Kautz-Murmeln und einen Flavour namens „Monster Meat“. Letzterer erinnert vom Geruch her an faulige Leber mit einem Hauch von Tod. Sehr extrem, selbst für geübte Nasen. Im Feederfutter dürfte dieser auf große Brassen besonders ansprechend wirken.

Einschub: Bei einem kurzen Feederversuch konnte ich direkt eine 60er Brasse an der Methodrute im Main fangen. Meine letzte Mainbrasse ist bereits einige Zeit her, sodass mein erster Eindruck vom Monster Meat-Flavour überaus positiv ist!

Spätestens im Mai werde ich dann mit den Tests der sogenannten „Freezer-Baits“, also Boilies ohne Konservierungsstoffe, beginnen.
Ich bin gespannt, ob und wenn ja welche Fische sich mit Kautz-Boilies fangen lassen. Ich persönlich hoffe ja statt Karpfen auf Alande über 65cm, aber das wird sich im Verlauf der nächsten Zeit zeigen.

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  1. Pingback: Produkttest: Kautz-Boilies | Angeln mit Stil

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