Dennis Knoll
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Niederlande: Der erste Angeltag nach der Schonzeit

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Ein jeder Raubfischangler wird es kennen. Das Ende der Schonzeit ist ganz groß im Kalender markiert und die Vorfreude riesig. So war es auch bei Steven, Nils und mir der Fall. Denn der letzte Samstag im Mai ist auch der erste Tag auf Raubfisch in den Niederlanden.

An diesem Tag haben wir alles erlebt. Frust- und Glücksmomente. Sonne, Sturm, Regen, Hagel, Windstille und sogar einen Stromschlag ist mir durch den Arm geschossen. Doch zur zweiten Hälfte des Tages gab es dann fast nur noch schönen Sonnenschein. Aber lest selbst…

Los geht's in die Niederlande

Los geht’s in die Niederlande

Bereits um 5 Uhr klingelte der Wecker. Man will ja schließlich auch jede kostbare Minute auszunutzen. Müsste ich jetzt zur Arbeit, ich würde einige Minuten brauchen um mich aus dem warmen Bett zu quälen. Doch nicht an diesem Tag. Um Punkt 5 Uhr stand ich Kerzengerade und hellwach im Bett. Zum Leidwesen meiner Freundin, die mein nervöses Gezappel beim Aufstehen ertragen musste. Schnell noch Proviant eingepackt, der Freundin einen Kuss gegeben und los.

Ist der erste Fisch am Tag ein Barsch...

Ist der erste Fisch am Tag ein Barsch…

Beim Treffpunkt angekommen warteten Nils und Steven bereits. Ein kurzer Plausch und Besprechung des Tagesablaufs und es kann losgehen. Als erste Stelle haben wir einen uns bekannten Hotspot aufgesucht. Das Auto geparkt, die Ruten scharf gemacht und schon ging es mit Gummifischen und Spinnern auf Hecht-, Barsch– und Zanderjagd.

Es hat nur wenige Würfe gebraucht, da hatte ich bereits den ersten Fisch am Haken. Kaum bemerkt hatte sich ein wirklich kleiner Barsch an den Spinner verirrt. Entschneidert!

Der erste Hecht des Tages

Der erste Hecht des Tages

Nach kurzer Zeit hat Steven bereits gerufen. Ein dieses Mal größerer Fisch hat sich seinen geliebten Spikey Shad inhaliert und hängt nun an der Leine. Nach kurzem Drill konnte Steven einen schönen 77er Hecht sicher landen. Schnell ein Foto und der Fisch durfte schnell wieder schwimmen.

Nils mit seinem Ü30 Barsch

Nils mit seinem Ü30 Barsch

Für Nils, der zwar seit Jahren einen Angelschein aber erst jetzt mit dem Angeln angefangen hat, war dies sein erster Tag in den Niederlanden. Schnell hat er seinen eigenen Weg gefunden und sich auf den Weg gemacht um den Kanal eigenständig zu entdecken. Alleine mit einem Kescher und Spinner bewaffnet ist er den Kanal auf der Suche nach Fisch abgewandert. Und so hat es nicht lange auf sich warten lassen, da hat Nils bereits einen ersten kleinen Barsch präsentieren können. Es folgte Biss auf Biss, bis er schließlich einen schönen Ü30 Barsch verhaften konnte. Wenn man bedenkt, dass Nils an diesem Tag seinen allerersten Barsch überhaupt gefangen hat, dann ist ein solch schöner Barsch schon eine beachtliche Leistung.

Mittlerweile hat es einen Wetterumschwung gegeben und aus dem anfänglichen Sonnenschein wurde starker Wind mit Regen. Bis zum frühen Nachmittag haben wir deshalb einen stetigen Wechsel zwischen Regen, Hagel, Sonne, Gewitter, Sturm und Windstille gehabt. Dies war auch der Grund, warum wir uns einen Großteil vom Tag an einer Stelle unter einer Brücke aufgehalten haben. Irgendwo muss man ja Schutz vor dem Unwetter suchen. In dieser Zeit lief es auch mit den Bissen sehr schleppend. Während Nils und Steven bisher mit guten Barschen und Hechten punkten konnten, blieb ich bisher bei meinem einzigen Mini-Barsch und fing so langsam an zu Verzweifeln. Erst als Nils und ich uns eine andere Kanalstrecke abseits einer Kanalkreuzung vorgenommen haben, konnte ich endlich einen weiteren Fisch an Band bekommen. Durch ganz langsames Kurbeln des Spinners am Grund des Kanals konnte ich den Fisch zum Biss überreden. Ein geschätzt 70 cm Hecht hat sich in den Mepps Spinner verbissen. Der Drill war dabei recht ungewöhnlich. Trotz lockerer Bremse hat der Hecht keinerlei Schnur gezogen, dafür aber mit starken Kopfschlägen auf sich aufmerksam gemacht. Schnell war dieser im Kescher, ein kurzes Foto und sofort wieder ins Wasser.

In der Zwischenzeit hatte auch Steven weiteren Barsch Kontakt und konnte einen weiteren kleinen Barsch landen. Mittlerweile hatte sich das Wetter beruhigt und wir haben uns wieder auf den Weg zu weiteren Stellen, Brücken und Spots gemacht. Der Rest des Tages lief eher verhalten und schleppend bis wir eine neue vielversprechende Stelle gefunden haben. Hier konnte ich noch einen kleinen Hecht und Steven einen kleinen Barsch landen. Etwas später hatte ich noch einen sehr kräftigen Biss in der Rute gemerkt. Nach einem kurzen Drill war der Fisch leider ausgestiegen. Wenige Würfe später konnte ich einen weiteren Biss spüren, allerdings blieb der Fisch auch dieses Mal nicht hängen. Aufgrund des kräftigen TOCK vermute ich Zander.

Der letzte Hecht des Tages

Der letzte Hecht des Tages

Zum Abschluss haben wir uns auf dem Rückweg noch einmal an einem uns bekannten Spot gewagt. Noch kurz vor Schluss konnte ich einen weiteren schönen Hecht sowie einen kleinen Barsch landen, ehe der Tag sich dem Ende zugeneigt hat. Ein krönender Abschluss für einen tollen Tag voller Höhen und Tiefen.

Abschließend bleibt nur zu sagen, dass dies ein gelungener Auftakt für eine neue Raubfisch Saison 2015 in den Niederlanden ist. Wir hatten Höhen und Tiefen und jede erdenkliche Wetterlage an nur einem Tag. Und mit 4 Hechten und etlichen Barschen auch eine erfreuliche Ausbeute. Doch am Ende zählt nur eins: Der Spaß und die Zeit am Wasser! Und davon hatten wir in den 13 Stunden reichlich.

Niederlande – ich komme wieder!

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