Angelurlaub: Wallerangeln im Sommer in Italien

Wenn mich jemand fragt, wie mein letzter Angelurlaub war, dann antworte ich: “Ich bin in einen Abwasserkanal gefallen, habe mein Knie aufgeschlagen, einen Zehennagel abgerissen, ich wurde komplett aufgefressen, von Fischen gebissen, habe einen Sonnenbrand eingesteckt und wurde fast mit der Angelschnur erwürgt – also alles in allem ein geiler Urlaub!

Ein klassisches Marduk-Albumcover.
Ein klassisches Marduk-Albumcover.

Ende Juli war es erneut so weit.
Nachdem ich aufgrund von Betriebsferien gezwungen war eine Woche Urlaub zu nehmen, fuhr ich bereits einen Monat nach meinem letzten Trip schon wieder nach Italien.
Dank geringer Buchungszahlen war es auch kurzfristig möglich wieder ein Boot in meinem favorisierten Wallercamp zu erhalten.
Begleitet wurde ich von Phillip, einem langjährigen Bekannten.

Bereits die ganze Woche zuvor hatte ich das Auto sorgfältig gepackt, um nicht doch die entscheidende Kleinigkeit zu vergessen. Mit drei Stunden Verspätung startete ich dann Freitag Nachmittag gen Süden. Phillip wurde auf dem Weg eingesammelt und nach relativ problemloser Fahrt kamen wir kurz nach Mitternacht im Camp an.
Dort luden wir nur schnell Liege und Luftmatratze aus, um noch einige Stunden Schlaf mitnehmen zu können.

Am Morgen wurde mir klar, dass ich die ganze Woche über mit besonders anhänglichen Freunden zu tun haben werde. Ich war bereits jetzt von Mücken sehr zerstochen, sogar auf der Stirn waren einige Stiche zu spüren.

Wenn ich vergaß eine Stelle mit Mückenspray einzusprühen hatten sogar die Mückenstiche Mückenstiche.
Wenn ich vergaß eine Stelle mit Mückenspray einzusprühen hatten sogar die Mückenstiche Mückenstiche.

Wir konnten unser Boot zeitig beladen und letzte Montagen vorbereiten. Im Anschluss daran ging es, wie fast die komplette folgende Woche, zum gemeinsamen Mittagessen ins Restaurant.
Auch das anschließende Fangen von Köderfischen wurde fast zum Ritual. Bereits am ersten Tag passierte mir dabei das Malheur, ich rutschte ab und riss mir dabei das Knie auf. Zu allem Überfluss war es an besagtem Kanal schattig und schwül – bei rund 35°C und sehr hoher Luftfeuchtigkeit waren wir binnen Minuten durchgeschwitzt. Zur Freude der Mücken, die mich nun bereits schon tagsüber attackierten.
Zum Glück hatte ich mittlerweile vorgesorgt und mir ein “Insetto repellente” – also ein Mückenmittel zum Einsprühen besorgt.
Jetzt zeigte sich ein Phänomen, das sich die ganze Woche fortsetzten sollte. Phillip wurde zwar umschwirrt, aber nicht gestochen – ich hingegen…

Die Stellenwahl der ersten Nacht fiel dann auf einen Platz, den ich in der Vergangenheit bereits befischt hatte. Dieser Platz bot ausreichend Platz zum Setzen von sechs Ruten und genügend interessante Strukturen für eben diese.

Zu Testzwecken hatte ich in der Woche vorher noch zwei Knochen gebaut. Im Nachhinein betrachtet die beste Idee seit langem.
Bereits beim Auslegen bekamen wir den ersten guten Biss auf eine U-Posenmontage, den Phillip allerdings nicht verwandeln konnte. Ich setzte die nächste Rute, und anschließend die bereits Gefallene.
Kurz darauf bekam ich auf eine Abspannmontage einen Biss, der Fisch hing sicher am Circlehook. Mit geschätzt 1,30m kein Riese, aber ein guter Start.

 

Kaum war die Rute erneut gespannt fiel die nächste – Diesmal der Knochen an Phillips Rute. Mit knapp unter 1,70m war dieser nun sein neuer Personal Best. Im Drill merkte man ihm deutlich an, dass dies sein erster größerer Waller war.
Ich hatte um 19.30 Uhr mit dem Auslegen der Ruten begonnen – um 23.30 Uhr stieg ich dann endgültig aus dem Schlauchboot.

 

 

Der erste gebrochene Personal Best des Trips.
Der erste gebrochene Personal Best des Trips.

Mit drei Kontakten und zwei Fischen ein durchaus brauchbarer Start.

Für den zweiten Tag hatten wir eigentlich schon eine interessante Stelle im Auge. Diese war aber durch starken Wind unbefischbar geworden. Die Zeit drängte, denn wir kamen erst spät aus dem Camp. Notgedrungen machten wir uns an einem Baum am Ufer fest. Dieser Stand am Anfang einer flachen Bucht, auf die nun den ganzen Tag der Wind gestanden hatte.
Das Bauchgefühl sagte eigentlich, dass dies nun die erste Blanknacht werden würde – keine besonders markanten Strukturen. Dennoch legten wir einen Knochen rechts vom Boot, spannten die zweite Rute direkt in die kleine Bucht über das Kraut und setzten vier U-Posen-Montagen an Unterwasserkanten.
Der Wind nahm weiter zu, die Wellen erreichten teilweise 60cm Höhe und schwappten mir beim Auslegen ins Schlauchboot. “Das wird nichts, Hauptsache Ruten im Wasser. Wenn auch die ganze Nacht nichts geht, dann kommt aber mit Sicherheit morgen früh auf die abgespannte ein Hechtbiss.

 

Bis zum nächsten Morgen musste ich nicht warten. Kurz nachdem alle Ruten gesetzt waren kam schon ein Biss auf die abgespannte Rute. Der Fisch hing offensichtlich, konnte die Reißleine aber nicht sprengen. Um es mir so einfach wie möglich zu machen wollte ich an die Montage fahren, den Fisch abhängen und direkt einen neuen Köderfisch anködern.
An der Montage angekommen blieb mir fast der Atem stehen. Ein wunderschön gefärbter, fetter Hecht hatte die Karausche genommen und sich gehakt. So sehr ich mich über den Fang freute, so sehr ärgerte ich mich auch. Ich versuchte irgendwie den Hecht vom Circlehook zu lösen, ohne Schaden für den Fisch, das Schlauchboot oder mich. Schlussendlich ging die Sache glimpflich aus, er konnte sich selbst losschütteln. Ein nicht ausgedrillter Meterhecht bei starkem Wellengang im Dunklen mit Doppelhakensystem macht mit einem Schlauchboot definitiv keinen Spaß.

Der erste gute Fisch des Urlaubs
Der erste gute Fisch des Urlaubs

Eine gute Stunde später bekam Phillip auf seinen Knochen einen Biss – ein halbstarker Meterwaller ließ sich überlisten. Nachdem auch diese Rute wieder ausgelegt war begaben wir uns ins Bootszelt.
Kurz vor Mitternacht bekam ich erneut einen Biss auf die abgespannte Rute. Der Fisch ließ sich relativ einfach ans Boot pumpen, gab dann aber nochmal kurz Gas. Für seine gut zwei Meter hatte sich dieser Waller extrem schlecht verkauft. Aber es kann ja nicht jeder eine Rakete sein.

Im Verlaufe der Nacht kamen auf die Knochenrute noch vier weitere Bisse, wovon aber leider keiner gelandet werden konnte. Ein sehr guter Fisch stieg im Drill aus – wir hatten aus Sicherheitsgründen auf den Drill vom Schlauchboot verzichtet. Phillip hat noch zu wenig Erfahrung mit großen Fische und vom Schlauchboot aus, um bei noch stärkerem Wind und ins Boot schwappenden Wellen noch gefahrlos Drillen zu können. Im Zweifel lieber einmal zu oft vorsichtig als einmal zu wenig.

Die Erfahrung der Nacht zeigte aber mal wieder, wie unberechenbar das Wallerangeln sein kann. Bei starkem Wellengang auf Flachwasser und oberflächennahe Prästentation zu setzten ist meist nicht das Erste, was einem in den Sinn kommt. Aber unsere U-Posen blieben komplett unberührt, alle sieben Bisse kamen auf die Oberflächenköder.

Ein klassisches Spiderman-Boot.
Ein klassisches Spiderman-Boot.

Diese Erfahrung machten wir uns in der nächsten Nacht zu nutze.
Wir befischten einen ähnlichen Platz wie in der stürmischen Nacht, setzten aber diesmal zwei Knochen in verschiedene Flachbereiche und spannten eine Rute nah am Lotus ab. Die anderen drei Ruten waren wieder herkömmliche U-Posen-Montagen, die ab -kanten abgesetzt wurden.
Der erste Biss, der aber leider nicht hängen blieb kam, wie sollte es anders sein, auf einen der beiden Knochen.
Später in tiefster Nacht krümmte sich auch die zweite Knochenrute. Ein besserer Fisch forderte Phillip zum Kampf heraus.
Ich machte das Beiboot klar. Nach einiger Zeit konnte ich den Fisch sicher greifen – der Personal Best war gelandet.

Phillips großer Knochen-Waller
Phillips großer Knochen-Waller

Die restliche Nacht verlief ruhig.
Ich hab in der ersten Nacht gedacht du willst wieder irgendeinen Scheiß ausprobieren und hängst natürlich mir den Knochen an die Rute – und dann auch noch den Großen!
Ich gebe zu, für mich waren das die ersten Versuche mit der Knochenmontage. Aber wer seine Ruten nicht selbst setzten möchte muss eben damit Leben das Versuchskaninchen zu sein. Aber bisher und auch, soweit schon vorgegriffen, den restlichen Angelurlaub über brachten die beiden Knochen die meisten Bisse.

Da wir nun bereits ordentliche Kontakte und beide gute Fische gefangen hatten entschieden wir uns etwa mehr auf Risiko zu pokern.
Es hatte nun zwei Tage in Folge in unmittelbarer Nähe zum Camp mittags heftig gewittert (In den deutschen Medien wurde mehrmals berichtet, mich hatten meine besorgten Eltern kontaktiert), was dazu führte, dass der Wasserstand merklich anstieg und viel Dreck im Wasser war. Bedingungen, die in der Vergangenheit schon gezeigt hatten, dass hier im Flusssystem des Gewässers große Fische aktiv werden.

Das Gewässer beherbergt viele kleinere Fische. Wer erfolgreich um diese herumangelt kommt an die wirklich Dicken.
Das Gewässer beherbergt viele kleinere Fische. Wer erfolgreich um diese herumangelt kommt an die wirklich Dicken.

Die stationäre Angelei ist dort unter den Bedingungen erschwert und erfordert genaue Planung und Schnurführung, um die Montagen auch die ganze Nacht über Dreckfrei präsentieren zu können.
Dies gelang uns in der ersten Nacht im Fluss zwar, dennoch blieb es hier bei einem circa 40cm “großen” Welschen und einem Fisch von grob 1,10m Länge.

Doch auch in der Folgenacht wollten wir unser Glück wieder im Fluss versuchen. “Go big or go home” lautete das Motto.
Zwei Plätze, die ich mir genauer anschauen wollte, waren aufgrund des Treibguts nicht effektiv befischbar. Gegen einen weiteren entschied ich mich aufgrund eines spontanen Bauchgefühls.
Folglich fuhren wir weit Flussauf zu einem Platz, den ich beim letzten Mal mehr oder weniger erfolglos befischt hatte. Allerdings mit anderen Techniken als es dieses Mal der Fall sein sollte.
Drei Ruten wurden über an einem unterspülten Ufer an der Oberfläche abgespannt, drei U-Posen an Kanten gesetzt.
Ich wachte mehrmals in der Nacht auf – das letzte Mal gegen fünf Uhr morgens und dachte mir: “Das wird wohl die erste Blanknacht.

Wie viele Dackel hier drin wohl schon verschwunden sind?
Wie viele Dackel hier drin wohl schon verschwunden sind?

Gegen halb acht wurde ich von einer rabiat klingelnden Glocke geweckt. Es war eine der abgespannten Ruten, der Köder war ein Karpfen mit 3 Pfund. Mit einiger Anstrengung konnte ich die Rute aus dem Rutenhalter ziehen und noch irgendwie einen Anhieb setzen. Der Fisch verhielt sich die erste Sekunden, als wüsste er nicht, wohin er schwimmen sollte. Während Phillip das Beiboot klar machte erkannte aber auch der Fisch, was gespielt wird und gab richtig Gas. Die noch sehr stramm eingestellte Bremse wurde mir nun zum Verhängnis und ich wurde fast von den Füßen gerissen, konnte mich aber doch noch fangen.
Relativ schnell waren wir nun über dem Fisch. Ich spürte keinerlei Schläge, die komplett krumme Rute machte aber deutlich, dass hier ein wirklich Dicker am Haken hing.
Der Waller wechselte die Richtung und zog statt mit der Strömung den Fluss hinaus. Dabei sammelte er eine abgesenkte Rute ein, wir mussten aber zum Glück nur die Schnur anheben und mit dem Schlauchboot darunter hindurch fahren.
Ich fühlte mich, als hätte ich einen Zug gehakt. Wir wurden an durchgebogener Rute zu zweit im Schlauchboot gegen die Strömung gezogen.
Wo rohe Kräfte sinnvoll walten…
Nach rund 10 Minuten Drill konnte ich den Fisch vom Boden abheben und der riesige Kopf kam zum Vorschein. Kurz darauf konnte ich Phillip die Rute in die Hand drücken und den Fisch so mit dem Wallergriff selbst landen.
Beim ins Schlauchboot ziehen riss ich mir dann besagten Zehennagel ab – egal. Boot war voll.
Mein bisheriger PB war nun deutlich in den Schatten gestellt.

Der Fisch war 780 cm lang - in Männerzentimetern.
Der Fisch war 780 cm lang – in Männerzentimetern.

Nach diesem Erlebnis gönnten wir uns eins der sehr seltenen, kalten Biere der Tour und genossen den Moment und das Erlebnis.

In der folgenden Nacht wollte ich eigentlich wieder im Seeteil durchstarten. Trotzdem fuhren wir wieder in den Fluss und ankerten an der zuvor durch das Bauchgefühl verschmähten Stelle. Wir spannten diesmal aufgrund der Treibgutsituation vier Ruten ab, zwei Ruten wurden wie bisher  mit U-Posen gefischt. Riesige Krautteppiche kamen von oben, auf einem davon hatte sich sogar bereits eine Ente häuslich nieder gelassen.
In einer Kehrströmung am Seerosenfeld an abgespannter Rute kam gegen 23 Uhr der erste und einzige Biss der Nacht, ein Waller mit rund 1,60m bewahrte uns erneut vor dem Schneidertum.

Ententeichstimmung auf dem Wasser
Ententeichstimmung auf dem Wasser
Sonnenschirm vergessen? Die riesigen Lotusblätter schaffen Abhilfe.
Sonnenschirm vergessen? Die riesigen Lotusblätter schaffen Abhilfe.

In der letzten Nacht setzten wir nochmal auf den See.
Der Platz, den wir eigentlich während der Sturmnacht befischen wollten, bot sich nun bei bester Ententeichstimmung an. Das Setzten der Ruten erwies sich als komplizierter als gedacht, dennoch waren mit der Dämmerung wieder alle Köder ausgebracht.
Weil ein anderes Team im Camp in der Nacht zuvor ausschließlich auf U-Posen gefangen hatte entschieden wir uns ebenfalls wieder für vier U-Posen und zwei Knochen. Außerdem war das die effizienteste Möglichkeit den Platz sinnvoll zu beangeln. Ich wagte für mich ein Expermient und setzte einen Knochen sehr oberflächennah über fünf Meter tiefem Wasser. Auf diese Rute kam auch gegen 22 Uhr bereits der erste Kontakt. “Vom Gefühl her ein kleiner Fisch oder sogar nur ein Fehlbiss und ich habe nur Kraut eingesammelt.” So zog ich mich mit dem Schlauchboot über die Rute zum ersten Absenkstein, riss diesen ab, zog mich zum zweiten Absenkstein, riss diesen ab und hob dann den eigentlichen Montagestein über die Rute an. Als dieser durch die Wasseroberfläche brach lag der Knochen aber nicht wie ich erwartete waagerecht auf dem Wasser, sondern zeigte nach unten. “Hängt wohl doch ein Fisch.“. Und plötzlich begann auch ein kurzer, aber heftiger Drill, dessen Ergebnis mich mehr als überraschte. Ein Waller mit einer Länge zwischen 1,90m und zwei Metern hing sicher am Circlehook. Komischer Biss, komischer Fisch und komischer Drill.
Wir setzten die Rute schnell neu und “genossen” noch die restliche Abendstimmung – am Ufer war offensichtlich ein Konzert.

Kurz nach zwei Uhr wachte ich die Glockenklingeln auf und sah die Knochenrute auf- und abnicken. Beim zweiten Blick kurvte ein Boot mit Licht dort auf und ab, wo mein Knochen abgelegt war. “Wohl ein Italiener, der die Montage genauer inspiziert hat.” Ich drehte mich um und schlief weiter.
Am morgen danach fiel mir auf, dass die U-Posenrute neben der Knochenrute schlaff durchhing. Das Einkurbeln und der Blick auf den noch angeköderten Köderfisch brachte Gewissheit – offensichtlich kam genau zur selben Zeit des Bootsfahrers ein Biss auf die U-Pose neben dem Knochen.

Schlaftrunken hatte ich die Ruten verwechselt und so verpennten wir den letzten Biss der Tour.

Lotus in voller Blüte
Lotus in voller Blüte

Die Heimfahrt gestaltete sich nevenaufreibend – Rückreisestau aufgrund der am nächsten Tag drohenden neuen Corona-Verordnungen sorgten für eine ausgiebige Rundreise durch die italienische Pampa.

Ich wurde von einem gefährlichen Hund angefallen. Na gut, es war kleiner Hund und wir haben gespielt.
Ich wurde von einem gefährlichen Hund angefallen. Na gut, es war kleiner Hund und wir haben gespielt.

Alles in allem gesehen war der Trip ein voller Erfolg mit kleinen Schwachstellen. Dazu gehörten zum Beispiel die Mücken, die sich bei jeder Gelegenheit auf mich stürzten, meinen Begleiter aber bis aufs Umschwirren der Kopflampe ignorierten.
Für mich war der Angelurlaub wieder sehr lehrreich und hat gezeigt, dass man gerade beim Wallerangeln nicht nur auf ein Steckenpferd setzen darf.
Auf die U-Posen-Montagen, wie sie im Juni bei meinem letzten Trip noch der Bringer schlechthin waren bekamen wir über den gesamten Urlaub nur drei Bisse! Dadurch konnten wir lediglich einen Fisch, den 40cm Nachwuchswaller, fangen.

Ohne die Knochen hätten wir einige Fische nicht gefangen und viele Bisse nicht bekommen. Auch das Abspannen war jetzt viel erfolgreicher.
Deswegen mein unbedingter Tipp beim Wallerangeln im Urlaub: Zum Anfang möglichst viel verschiedene Montagen fischen und möglichst viele verschiedene Plätze anangeln. Es geht zuerst einmal nur darum überhaupt Bisse zu bekommen. Relativ schnell wird sich herauskristallisieren, welche Montage an welchen Plätzen gerade am erfolgreichsten ist.

Darauf kann man dann in der restlichen Zeit seine Methoden hin abändern.

Selbst wenn wir wesentlich schlechter gefangen hätten, so wäre allein auch die einzigartige Landschaft die Reise wieder wert gewesen. Unendliche Lotusfelder, die im Juli und August in voller Blüte stehen, verwinkelte Kanäle, wunderbare Sonnenuntergänge – Erholung und Genuss pur. Letztgenanter hauptsächlich für die Mücken.

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